Springer fit in den Bergen
Nach überstandener Krankheit und nur zweieinhalb Monaten Training gelang Thomas Springer beim 21. Hexal-Alpen-Triathlon, der gleichzeitig als Europacup ausgetragen wurde, der zweite Paukenschlag innerhalb einer Woche. Der Triathlet vom SV Halle wurde über die 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen in 2:03:55min 6ter in der Europacupwertung des schwersten deutschen Triathlons. In einem hochkarätig besetzten Starterfeld bezwang Springer u.a. Daniel Unger (Kurzdistanz-Weltmeister 2007 und Olympiateilnehmer in Peking, Platz 14) und Faris-Al-Sultan (Langdistanz-Weltmeister 2005, Platz 20). Viele internationale Olympiateilnehmer, wie der Neuseeländer Kris Gemmell (Platz 3), der Deutsche Jan Frodeno (5), der Slowake Pavel Simko (13) und der Australier Richi Cunningham (46) nutzten den schweren Kurs, der dem Streckenverlauf in Peking ähnelt, zu einem Leistungstest.
Springer, der im Januar am Guillian-Barre-Sydrom, einer Nervenwurzelentzündung im Rü-ckenmark, erkrankte und erst seit April wieder trainieren darf, legte den Grundstein für seinen Erfolg bereits auf der Radstrecke. Auf dem letzten 4 km langen Schlussanstieg (12% Steigung) fuhr er zusammen mit dem Neuseeländer Kris Gemmell dem Hauptfeld davon. Über 100 Athleten nahmen das Rennen auf, das auf der Rad- und Laufstrecke besonders durch Anstiege bis zu 16% sehr anspruchsvoll ist. „Den Wettkampf gewinnt kein Spezialist in einer Disziplin, sondern nur ein Allrounder“, so Springer.
Bereits letzte Woche gewann Thomas Springer den 13. Internationalen Les Sables D Olonnes Triathlon in Frankreich. „Schon das war eine große Überraschung, doch es war nur eine Sprintdistanz“.