Bernadette küsst Graf Rockula
„Er war so bezaubernd. Ich musste ihn einfach küssen!“ Auch Stunden nach dem Studiobesuch von Bela B ist Jump Moderatorin Bernadette Hirschfelder noch hin und weg. Der Schlagzeuger, Songwriter und Sänger der Band Die Ärzte, der auch als Schauspieler und Synchronsprecher von sich reden macht, kam in eigener Sache zu Jump: Gerade erschien sein zweites Solo-Album „Code B“. Außerdem stehen im November und Dezember vier Jump-Konzerte in Magdeburg, Dresden, Erfurt und Leipzig an.
„Vor dem Live-Interview war ich ein bisschen aufgeregt, aber irgendwie hat es gleich klick gemacht. Die Chemie zwischen uns stimmte und Bela B hat sogar Privates verraten“, erinnert sich Bernadette. „Obwohl privat sein zu dürfen der größte Luxus für ihn ist.“ – „Und sonntags ewig lang im Bett zu bleiben“, ergänzt Bela und gesteht, was den Sonntag perfekt machen würde: „Ein schöner Nachmittagsfilm, auch gern ein Heimatfilm – aber nur, wenn er sehr peinlich und lustig ist.“
Privat ist Bela B auch im Stadion beim FC St. Pauli. „Fast alle wissen inzwischen, dass ich da auch nur einer von allen bin und so werde ich auch behandelt. Das tut gut.“ Zum Dank huldigt „Graf Rockula“ – wie sich Bela B im ersten Stück seines neuen Albums auch betitelt – seinem Lieblingsfußballverein auf der CD. Beim Song „Schwarz/Weiß“ teilt sich Bela den Schlagzeug-Part mit St.-Pauli-Verteidiger Marcel Eger. „Er hatte mal in einem Interview gesagt, das er Schlagzeug spielt. Da habe ich ihn angerufen und hat mitgemacht.“ Auf „Code B“ gibt es noch andere illustre Gäste: Der 84-jährige Alessandro Alessandroni, der die Mundharmonika in „Spiel mir das Lied vom Tot“ blies, ist ebenso vertreten wie Schauspielerin und Roman-Polansky-Gattin Emanuelle Seigner oder Star-Gitarrist Chris Spedding, der einst ablehnte, als er gefragt wurde, bei den Rolling Stones einzusteigen. „Alles in allem ein super Album, das Lust auf die Konzerte macht“, findet Bernadette.